Essen steht auf einem Tisch mit Blumen im Vordergrund im Außenbereich eines Geschäfts

Die Höri in vier GängenGenussradeln am Bodensee

20.4.20265 min. Lesedauervon Hirsch & Greif
Wir machen eine Genussradeltour auf der Halbinsel Höri am Bodensee. Vier kulinarische Gänge versprechen regionale Leckerbissen, natürlich mit der Höri Bülle.

Entschleunigt unterwegsEine Genuss-Radtour auf der leisen Seite des Bodensees

Die Höri ist eine Halbinsel im westlichen Bodensee. Sie liegt zwischen Stein am Rhein und Radolfszell. Sie gehörte einst zum Bistum Konstanz. Davon leitet sich auch der Name Höri ab: zum Bistum ‚gehöriges‘. Kulinarisch hat die Höri einiges zu bieten. Eine Geschichte von Bülle, Rettich und Salat…
Auf einem Fahrradweg fährt eine Person mit ihrem Rad. Im Hintergrund scheint die Sonne durch die Bäume.
Auf einer Wiese am Bodensee stehen zwei Kühe vor einem Busch.
Ideal für entspannte Auszeiten auf zwei Rädern
Ein ruhiger Radweg am Bodensee, sanftes Sonnenlicht und viel Natur
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Der See bleibt beim Radeln in Sichtweite

Wenn man ihn nur konservieren könnte für graue Wintertage: den Duft von frisch gemähtem Gras, das in der Sonne trocknet. Kräuterig, heuduftend, würzig. Er begleitet uns schon den ganzen Tag auf der Radtour über die Höri, genauso wie das blaue Wasser des Bodensees, das immer wieder durch die Bäume blitzt.Die Höri in vier Gängen – das ist eine tolle Idee und eine echte Genussradtour für alle Sinne. Dabei ist die Sache ganz einfach: Man erkundet mit dem Fahrrad die kulinarischen und landschaftlichen Höhepunkte der Halbinsel, die weit in den Untersee ragt – und unterwegs gibt es in vier besonderen Restaurants jeweils einen Gang eines Menüs.

1. Gang: Radler-TapasRestaurant Seehörnle in Gaienhofen-Horn auf der Höri

Im Restaurant Seehörnle in Horn werden als erster Gang liebevoll angerichtete Radler-Tapas serviert. „Ganz im Zeichen der Höri-Bülle“, wie Anja Litterst, die Köchin, sagt, „da haben wir uns was einfallen lassen“: ein hausgemachtes Bülle-Chutney mit hohem Suchtfaktor, dazu Kräuterquark, Rettich, vegetarischen Zwiebelkuchen, Käsestangen mit Pesto, Ziegenfrischkäse.
Eine Frau steht mit einem vollen Tablett im Außenbereich des Restaurants.
Auf einem gedeckten Tisch stehen zwei Holzbretter mit Vorspeisen und zwei Gläsern darauf.
Nahaufnahme des Holzbretts mit Brotscheiben, einem Kräuterquark, Zwiebelkuchen und einem Chutney.
Informationsschild an einer Wand mit dem Bild und Namen der Höri Bülle Zwiebel.
Kleine Köstlichkeiten
Im Restaurant Seehörnle serviert die Köchin Radler-Tapas mit Suchtfaktor.
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Dann aber wieder in die Pedale. Die Bewegung und die frische Seeluft tun gut, und immer wieder kann man den See auch sehen: Das ist die ruhige Seite des Bodensees, ganz im Westen. Bauernland, Salat- und Gemüsebeete, abgemähte Felder und feuchte Wiesen, auf denen Störche in aller Seelenruhe nach Futter suchen. Die Orte heißen Gundholzen, Iznang, Moos – und sie haben alle ein Strandbad oder einen Hafen oder zumindest ein paar zwischen Schilf versteckte Buchten, die nur entdeckt, wer mit dem Rad unterwegs ist.
Auf einem Fahrradweg fährt eine Person mit ihrem Fahrrad. Am Wegesrand stehen viele Bäume.
Ufer des Bodensees mit Enten und Schwänen und einigen Bäumen.
Einfach losradeln
Die Genussradtour am Bodensee führt durch Ackerland, Wiesen und Felder.
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2. Gang: Die berühmte Höri-FischsuppeRestaurant Grüner Baum in Moos

Der zweite Gang ist die Spezialität im Gasthaus Grüner Baum in Moos: Chef und Koch Hubert Neidhart kennt die Geheimnisse: „Frischer Fisch aus dem Bodensee, dazu kleine Krebse, die brauchen wir für den Fond.“ Das Ergebnis ist die berühmte Höri-Fischsuppe – und die wird serviert wie in Südfrankreich, mit knusprig gebackenen Brotchips, geriebenem Käse und einem kleinen Töpfchen gelb-orangefarbener „Rouille“. Das ist eine Art Knoblauch-Mayonnaise, aber was für eine!
Außenaufnahme des Gasthauses Grüner Baum. Davor steht ein großer grüner Baum.
Auf einem gedeckten Tisch steht in einer Schale Fischsuppe mit Brotchips und einem Dip.
Nahaufnahme eines Gewürzglases mit Salz darin.
Auf einem Fahrradweg in der Natur fährt eine Person mit ihrem Fahrrad.
Genussstop im Grünen Baum
Die berühmte Höri-Fischsuppe ist Spezialität im Gasthaus Grüner Baum in Moos.
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Essen, radeln, essen, radeln – erst der stete Wechsel macht dieses Menü zum perfekten Genuss. Der Weg führt weiter ins Hinterland, durch Wälder, an Feldern vorbei, durch noch winzigere Dörfer – und auf einmal sogar ordentlich bergauf. Ganz oben dann, am Horner Wasserturm, der Lohn für die Anstrengung: Das ist wirklich der beste Rundblick über den westlichen Bodensee, bis zur Halbinsel Mettnau, zur Insel Reichenau und zum thurgauischen Seerücken.

3. Gang: Höri-Salat und OchsenfetzenGasthaus Hirschen in Horn

Vom Wasserturm rollen die Räder fast von allein den Berg wieder runter zum dritten Gang – und der wird serviert im Hirschen in Horn: Höri-Salat und Ochsenfetzen. Au, das klingt deftig. Ein paar Minuten später wissen wir. Ist es auch, und es schmeckt sehr gut: Geschnetzeltes aus der Rinderhüfte, dünn geschnitten, scharf angebraten, auch mit der Höri-Bülle serviert. „Alles regional“, sagt Hirschen-Chef Sebastian Amann. Und dass der Salat nicht weit reisen musste, bis er auf den Teller kommt, das schmeckt man.
Auf einem gedeckten Tisch steht ein Korb mit Brot und ein Teller mit Rindergeschnetzeltem.
Herzhafter Hauptgang
Knackiger Höri‑Salat, zarte Ochsenfetzen und regionale Zutaten

4. Gang: Dessert mit Holunderblüten-EspumaRestaurant Schlössli in Horn

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Dessert im Schlössli, einem Restaurant mit schöner Terrasse direkt am See. Auf den Tisch kommt ein Holunderblüten-Espuma auf Johannisbeer-Mark, dazu Lakritzkirschen und Chia-Krokant. Alles mit Ausblick auf den Hafen von Horn – schon allein das ist ein Genuss.
Das Dessert der Genussradtour am Bodensee besteht aus Holunderblüten-Espuma auf Johannisbeer-Mark. Dazu gibt es Lakritzkirschen mit Chia-Krokant.
Auf einem Tisch steht eine gefüllte Dessertschale.
Am Seeufer des Bodensees stehen zwei Fahrräder.
Süßer Abschluss
Das Dessert: Holunderblüten-Espuma auf Johannisbeer-Mark mit Lakritzkirschen.
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Man könnte jetzt weiter radeln zum Rheinfall in Schaffhausen, man könnte in Gaienhofen ins Museum gehen und auf Hermann Hesses Spuren wandeln. Oder in einem der Strandbäder am Radweg in den See springen. Vielleicht legen wir uns auch irgendwo am Seeufer in den Schatten und träumen ein bisschen.
Unser Video nimmt euch mit auf unsere Genussradeltour...
Die Höri in vier Gängen erleben
Das Video begleitet die Genusstour: sanfte Wege, regionale Küche und stille Bodenseemomente verschmelzen zu einem entspannten Gesamterlebnis.

Neugierig geworden?Entdecke die Höri-Radtour in vier köstlichen Etappen

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